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Neil Armstrong war einer der Helden meiner Kindheit neben Buzz Aldrin, den Jungs von Bonanza, dem schielenden Löwen von Daktari und Lassie.

Ich war 9 Jahre alt, die sehr strengen Bettzeiten waren außer Kraft gesetzt, damit ich die erste Mondlandung mitten in der Nacht am Fernseher erleben konnte. Meine Familie und ich saßen im abgedunkelten Wohnzimmer, es gab Salzstängchen und Sprudel. Das war schon sehr viel Glück für eine Neunjährige und zweifellos einer der Gründe für meine Heldenverehrung.
Auch den Fernseher hatten wir auch noch nicht so lange, und dass man nun mit der ganzen Welt kollektiv an etwas teilhaben konnte, war für das Jahr 1969 für Kleine und Große etwas ganz besonderes.

{von NASA [Public domain], via Wikimedia Commons]
Es begann damit, dass die Ansagerin mit getragener Stimme die Eurovisionsschaltung ankündigte, dann schmetterten die Trompeten los und das alte Standbild der Eurovision wurde eingeblendet. Das alles erhöhte den dramaturgischen Bogen ungemein.
Herren mit Schlips saßen an schmucklosen Tischen, drückten sich einen Kopfhörer mit lauschender Miene ans Ohr und sagten von Zeit zu Zeit:“ Ich glaube, wir sind jetzt wieder mit Houston verbunden.“ Die Bilder waren schwarz-weiß und unscharf, so dass der Fantasie viel Spielraum gegeben wurde. Nie wieder war das Aufbleiben, das Warten mit soviel redundanter „Information“ so spanndend wie damals.

 

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