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Ein interessantes Bild! Und das in mehrfacher Hinsicht…

Offensichtlich ist das Bild kein „Schnappschuss“, sondern die Personen und Autos sind gekonnt arrangiert. Alle Gewerke werden vorgestellt und alle Personen konzentrieren sich auf ihre Arbeit, keiner steht herum oder schaut in die Kamera. Es wird wohl eine Belichtung mit eher längerer Dauer sein – alle Personen mussten „stillhalten“. Die Beleuchtung kommt nur von den Oberlichtern.
Vielleicht war es eine Auftragsarbeit, möglicherweise zur Werbung für einen bestimmten Karosseriebauerbetrieb.
Im Gegensatz zur heutigen Zeit, wo der „Karosseriebauer“  in den Gelben Seiten in der Regel auf einen Handwerker zur Behebung  von Unfallschäden hinweist, waren  zu jener Zeit individuelle Aufbauten noch häufig.
Was sehen wir im Bild: Für viele Aufbauteile wurde noch Holz verwendet.*)  Kotflügel (die damals noch im Wortsinn nötig waren) wurden schon immer aus Blech geformt – eine Kunst, die heute bei den Oldtimer-Restaurierungen beherrscht werden muss.
Auch die Motorhaube kam zusammen mit Chassis und Antriebsstrang fertig ab Werk.
Das staubige Auto vorn rechts passt nicht so recht ins Bild. Hier wird wohl nur etwas repariert.
Sehr schön in Szene gesetzt auch der Meister, der ganz hinten erhöht auf einem Podest von seinem Schreibtisch aus die Übersicht behält.

*) Dies war in den USA noch bis weit in die 60er Jahre üblich, als die sogenannten „Station Wagons“ ab den vorderen Türen mit Rahmenelementen aus Echtholz daherkamen. Als diese Bauweise aber zu kostspielig wurde, wurden in den Siebzigern die station wagons mit Holzdekorfolie beklebt, eine Albernheit, die sogar bis nach Europa vordrang und einen Hauch von Country und Wildem Westen verbreiten sollte. Man darf gespannt sein, bis die ersten SUVs mit Holz auftauchen …

woodie-2578

 

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