Die alte Schachtel kommt in gute Hände

Als wir Frau Erhardt mitteilten, dass sie gewonnen hatte, stellten wir fest, dass es eine wundervolle Gelegenheit gab, ihr ihren Gewinn zu überreichen. Auch um die Besonderheiten der einzelnen Bestandteile und auch die alte Schachtel näher zu erklären. Sie und ihr Mann Peter waren zufällig auf einem Musikfestival in unserer Nähe. Wir trafen uns am Hotel, und der Tag war zu schön, um drinnen zu sitzen, die Stimmung war wunderbar entspannt. Als Frau Erhardt die alte Schachtel ausgepackt hatte, platzte aus ihr heraus:“ So schön habe ich sie mir wirklich nicht vorgestellt.“ Manchmal geben Fotos doch nicht alles wieder.

Auch auf die inneren Werte kommt es an

Beeindruckt war sie davon, wie schwer und stabil die alte Schachtel war, vom edlem Polsterstoff als Bezugsmaterial, die perfekte Einteilung und dass der Deckel mit seiner handschmeicherlischen Quaste so perfekt saß. So erschloss sie sich die alte, (neue) Schachtel mit all ihren Highlights, mit ihren wortwörtlich „inneren Werten“.
Frau Erhardt schreibt noch seitenlange Briefe von Hand, ein Zeichen ihrer besonderen Wertschätzung für die Empfänger, meist ihre Freundinnen. In bessere Hände hätte also die „alte Schachtel“ und der Waldmann-Pen, gestiftet von der Schreibstatt in Berlin nicht kommen können. Als sie das in Seidenpapier eingepackte Notizbuch von brandbook in Frankfurt auspackte, ruhte es mehrere Sekunden in ihren Händen, sie betrachtete es, strich mit dem Fingerkuppen über den Titel und schlug es dann auf. Ihre Freude war riesig und sie staunte über die Handbriefwaage für Porto, der Petschaft und dem Siegellack, der Löschwippe und dem tollen italienschen Büttenbriefpapier.

Die Aussage ihres Gedichts

Auf unsere Frage, was der ausschlaggebende Impuls für Ihr Gedicht war, lachte sie. Sie erzählte, dass sie sofort ein Bild von einem Dialog einer alten Person und einer jungen vor sich gesehen hätte. Beobachtungen, dass beim Älterwerden Menschen oft rückwärts gewandt leben, alte Geschichten solange erzählen, dass man auswendig den Text mitmurmeln könnte und dass damit allem Neuem, vielleicht Spannenden und Bereicherendem der Weg abgeschnitten wird. Diese Gedanken packte sie in ihr Gedicht, und wir finden, dass es ihr wirklich gelungen ist. Das hatte auch den Ausschlag gegeben, dass die Spezialisten von Quintessenz ihr Gedicht zum Gewinner kürten, denn gerade wir vom Biografieservice Quintessenz wissen: Der Tag hat so viele wunderbare Kleinigkeiten, um glücklich und dankbar zu sein und auch davon zu erzählen.

 

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