Hurra, wir haben es geschafft. Fast.
Es ist ein seltener Moment. Und hoffentlich der letzte dieser Art – wir wurden gehackt. Ich habe im Zuge dieses Wiederaufbaus von meinem Mann das Wort ‚Skriptkiddies‘ gelernt. Junge Kerle und Mädels (?), die mit einer Lust an destruktivem Zeitvertreib, Skripte schreiben und versuchen ins Netz einzuschleusen, um möglichst viele Webseiten zu beschädigen. Gleichzeitig ein nicht so seltener Moment für mich, dass man sich augenblicklich alt fühlt. Früher haben Jungs auf Flaschen geschossen, oder mit der Zwille und Steine Scheiben von alten Fabrikgebäuden zerdeppert, Kartoffeln in Auspüffe gesteckt, Kirschen geklaut, Mülltonnen umgekippt oder ähnlichen Unfug. Jepp, früher. 😉 Nun noch die Info, dass die Webseiten keineswegs perfekt sind, aber wir wollen jetzt erst einmal wieder die PS auf die Straße kriegen. Wir arbeiten also während der Fahrt weiter.
Die Konsequenz
Wir sind nun im Netz durch Google & Co. nicht mehr gut mit den verschiedenen Hashtags zu finden. Blog Q5 fiel im Ranking der relevanten Seiten, und das tut letztendlich dem Buch #ÜberMutÜberLeben nicht gut. Auch nicht der Reichweite der Autor:innen die bisher teilgenommen und sich engagiert haben. Denn egal bei welchem Wettbewerb, ihre Geschichten werden immer noch aufgerufen, gelesen und darunter, wenn gewollt, die Autorenwebseiten oder Kontaktmöglichkeiten. Mal ganz davon abgesehen, dass wir mehrere Wochen nicht online den Lesern Unterhaltsames bieten konnten. Aber das wäre ja geschenkt. Daher eine erste Bitte: Schaut Euch auf dem Blog um, klickt so oft es geht immer wieder in den nächsten Wochen drauf. Das hilft uns wieder von Google bemerkt zu werden.
Zeit für ein Resümee
Ich habe über 4 Jahre mit wirklich unfassbar viel Herzblut und Zeitaufwand den Blog Q5 aufgebaut, um eine ordentliche Reichweite und eine namhafte Anzahl an Newsletter-Abonnenten, die an den Themen interessiert sind, zu bekommen. All dies ohne Werbung zu schalten, die hierfür natürlich ein „Brandbeschleuniger“ und bares Geld gewesen wäre. Ich habe Schreibwettbewerbe durchgeführt, habe ein 360° Konzept entwickelt für die „Bücher für guten Zweck“. Also Autor:innen spenden Geschichten, Autor:innen bewerten Autor:innen, organisieren eigene Lesungen, machen mit unseren vorbereiteten Postkarten und Plakaten Werbung. Habe Bücher gestaltet und gestalten lassen. Persönliche Betreuung, Transparenz – auch wenn es Arbeit macht – sind mir wichtig. Ja, sogar extra einen Verlag mit meinem Mann gegründet und dann auch diese Arbeit übernommen. Wichtig sind mir gesellschaftliche Themen, die gern verschwiegen werden, die im Mainstream keine Chance haben, wahrgenommen zu werden, und ich weiß bereits jetzt, dass ich bzw. wir einiges bewirkt habe/n.
Ich habe tolle Menschen virtuell und auch reell kennengelernt und habe selbst an Wettbewerben teilgenommen wie Smart Hero Award und StartSocial und wertvolles Feedback erhalten. Ich weiß nun, für mich und meinen Mann ist dieses Projekt „Bücher für den guten Zweck“ eigentlich zu groß. Wir sollten uns auf zwei bis drei Ziele zur Weiterführung konzentrieren und nicht an zu vielen Baustellen gleichzeitig arbeiten, da sonst das Gesamtprojekt leiden kann.
Den Stier bei den Hörner packen
Nun ist es Zeit, alle Herausforderungen zu sortieren und den Stier bei den Hörnern zu packen. Mit Euch! Ohne Eure Hilfe heißt, dass wir das auf lange Sicht nur noch hier lokal oder regional durchführen können.
So lade ich Euch alle dazu ein bei den folgenden Überlegungen sich aktiv mit Zwischenrufen, eigenen Ideen und Engagement mitzuwirken. Gern über die Kommentarfunktion unten, damit Ihr Euch gegenseitig auf neue Ideen bringt. Bitte lest hier nicht drüber hinweg, sondern bringt Euch ein.
Mein Traum
Ein Verein, gemeinnützige GmbH? und auch kompetente Schriftführer, Schatzmeister etc. hierfür. Durch den Mitgliedsbeitrag bspw. 15 Euro und organisierten Spenden, – die immer wieder neu initiiert werden müssen – einen Literaturwettbewerb mit einem schönen Gewinn zu installieren. Werbefachleute die diesen auch begleiten. Langfristig vielleicht auch AutorInnentage mit Lesungen entlang der Bergstraße (der Toscana Deutschlands) zur Zeit der Mandelblüte #BlütenLese und der #WeinLese. Vielleicht eine/n Tourismusexpertin oder –experten, welche das als eigenes Projekt begleiten
Welche bisher bekannten Herausforderungen sind zu bewältigen?
Auch wenn wir ein 360° Konzept haben, liegt die Hauptlast auf max. 3 Personen.
- Eine Idee zur Mitarbeitergewinnung mit Kompetenzen, die das Team gut ergänzen? Wir brauchen PR-und Social Mediafachleute, wir brauchen Fundraiser, damit wir auch Spenden eintreiben können.
- Dazu wäre eine gemeinnütziger Verein gut, aber wie kommen wir an Mitglieder, die auch jünger als 60+ sind? Junge Menschen gehen nicht mit langfristiger Perspektive in Vereine. Bisher waren wir stolz darauf, dass wir bundesweit projektbezogen Menschen die Möglichkeit geben, über einen absehbaren Zeitraum sich zu engagieren. Aber damit kann man nicht planen.
- Wir brauchen eine Schirmherrin, einen Schirmherrn – das könnte Türen öffnen – glaubt mir, ich habe unendlich viele erfolglos angeschrieben. Was wir brauchen, ist ein direkter Kontakt, der überzeugen kann.
- Wir brauchen auch auch Geld, um die Arbeiten, wie Rechnung schreiben, Steuer, Versand auslagern zu können und um richtig Werbung machen zu können.
- Was könnte das gemeinsame attraktive Ziel sein, dass Euch dazu bringt mitzumachen?
Ich freue mich sehr über Dein Feedback, Deine Ideen, und nun zum Schluss noch möchte ich Dir die vertonte Geschichte von Marie Rudolph „Ich ließ Drachen auf ihn stürzen“ auf der Startseite ans Herz legen. Ein unerwartetes Geschenk, ein Engagement das sicher ausbaufähig ist.
Mit ganz lieben Grüßen
Eure Petra
Liebe Petra,
was die Vereinsgründung und wie so ein Verein aufgebaut und aussehen soll, davon habe ich leider überhaupt keine Ahnung. PR-Arbeit und Organisieren sind auch nicht meine Stärken. Das schon einmal vorneweg. Aber ich würde gern weiter mithelfen in Sachen Korrekturlesen oder auch Textauswahl für eine Anthologie (wenn es irgendwann noch dazu kommt). Auch vielleicht einen Gast-Blogartikel schreiben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, neue Blogleser und Follower zu gewinnen, denn es gibt unendlich viele Blogger und auch viele gute, da kann ich noch so bewegend schreiben – ich gehe einfach in der Masse unter. Dasselbe gilt für die Homepage. Es wäre vielleicht für alle Blogger, die in irgendeiner Weise mit dem Q5-Blog verbunden sind, empfehlenswert, wenn sie auch einander folgen, die Webseiten der anderen besuchen und Kommentare bzw. ins Gästebuch etwas schreiben, oder einfach ein „Gefällt mir“ hinterlassen. Und auf jeden Fall den Q5-Blog auf der eigenen Seite verlinken! Das habe ich sowohl auf meiner HP gemacht (https://www.rosa-andersrum.de/links/) als auch im Blog einen RSS-Feed eingefügt (um ihn zu sehen, muss man ganz nach unten bis zum Footer scrollen). Ich habe mir ebenso vorgenommen, die Seiten der Autorinnen und Autoren des Q5-Verlags aufzusuchen und meine Spuren zu hinterlassen 😉 Ich weiß, das sind nur Kleinigkeiten …
Eine gute Sache, was wir ja alle wissen, sind Lesungen. Da würde ich nach Möglichkeiten auch mitmachen. Ein Beispiel für eine Authors-Charity: https://www.rosa-andersrum.de/aktuelles/authors-charity/ Im Beitrag gibt es ein Video (allerdings nicht in voller Länge). So etwas zu organisieren ist gewiss nicht leicht, dennoch wäre es einer Überlegung wert.
Herzliche Grüße
Rosa
Liebe Rosa, dass Du Dich als Scharfrichterin über marodierende Rechtschreibfehler und entwischte Kommas anbietest, weiß ich bereits und ich bin darüber mehr als happy. Hat es doch prima auch bei der Revision von ‚Über Mut – Über Leben‘ geklappt.
Was Du ansprichst, ist dieses Form von Vernetzen, die ich selbst anstrebe, aber – das musst Du zugeben, – überall Kommentare zu hinterlassen, dass ist auch ein Zeitproblem . Jedenfalls für mich. Brauche ich diese übrige Zeit, um zu gestalten, organisieren, PR zu machen, aber ich komme langsam Schritt für Schritt nach. Versprochen. 🙂 Ansonsten habe ich zu diesem Vernetzen gerade einen Beitrag veröffentlicht, der über ‚trusted blogs‘, der auch für Dich evtl. eine Option sein kann, andere BloggerInnen kennen zu lernen, miteinander zu kooperieren und auch vielleicht von Firmen bzgl. Blog-Marketing angesprochen zu werden. Einen Versuch ist es wert und ich habe den Blog Q5 dort angemeldet. Schau mal rein.
Zu Vereinsgründung: Ich dachte ich hätte endlich die packende Idee, nachdem ich all Eure tollen Kommentare hier gelesen hatte. Leider ist die schillernd schön wie eine Seifenblase geplatzt – denn das gibt es hier schon. Ich denke weiter darauf rum und habe nun einen Zwischenschritt im nächsten Jahr vor. Schau mal auf ‚Sterne statt Kommentare‘.
Liebe Petra, Du hast recht, überall Kommentare zu hinterlassen ist ziemlich zeitaufwendig. Das mache ich eigentlich auch nicht immer. Manchmal jedoch verspüre ich so ein Bedürfnis … Es kommt drauf an 😉
Das klingt gut – das mit ‘trusted blogs’! Habe gerade noch einmal aufmerksam Deinen Artikel gelesen. Ich dachte zuerst, es ginge um einen Blog-Anbieter … Die Seite werde ich mir zu Herzen nehmen und ich kann mir gut vorstellen, meinen Blog da auch anzumelden.
Hallo Petra, Hallo an alle Mitdenker, Kreativköpfe und Grübelkünstler,
dass Erste, was mir einfiel, kam erst einmal direkt von mir, über mich: Ich biete mich gerne als Lektorin an, kostenlos selbstverständlich. Auch kann ich weiterhin gerne Audioaufnahmen, dann eher in klarer Form, wie es Hörbücher oftmals präsentieren, machen. Hier würde ich dann zukünftig, wie ich es sonst auch privat gewohnt bin, alleine aufnehmen, mit meinem Mikrofon zu Hause, weil dieses einfach besser ist, als ein handelsübliches am Laptop, welches mein Kumpel zum Mitmachen für die kleine Vertonung auf der Startseite nutzte. Zukünftig kann ich also anbieten, dass ich unentgeltlich helfe, wo ich kann. Und was ich kann, oder denke zu können, ist korrigieren, schreiben, malen, zeichnen, singen, sprechen und kreativ bearbeiten. Soweit erst einmal zu den ersten Ideen, die mir bei dem Thema so in den Kopf geschossen sind.
Darüber hinaus bin ich kein sehr vernetzter Mensch. Ich bin trotz meiner 31 Jahre ein kleiner Einsiedlerkrebs, bin bevorzugt alleine und, da meine Freunde fast alle mit Baby machen und großziehen beschäftigt sind, ziemlich auf mich gestellt. Ohne meine kürzlich verstorbene Katzenlady habe ich mich zusätzlich eher zurückgezogen und arbeite so gut ich kann an meinem Künstlerhandwerk, aktuell an Wandbildern, für die ich hoffentlich irgendwann auch ausreichend bezahlt werde. Es ist bei mir alles etwas wackelig, aber ich halte durch und engagiere mich gerne für gute Menschen, mutige Ideen und fabulöse Träume, Institutionen und Gemeinnütziges. Leider kenne ich weder Leute bei Verlagen, noch andere höhere Tiere, die tatkräftig UND wirkungsvoll aktiv werden könnten. Bisher mangelte es mir generell immer an Vitamin B. Wenn ich also etwas weiter denke und überlege, was man darüber hinaus angehen könnte… Dann fallen mir nur grobe Umrisse ein. Man kann, man müsste, man könnte, man sollte… Irgendwie wäre es toll, wenn wir ins Fernsehen kämen, aber auch z.B. auf Youtube Präsenz zeigen könnten. Youtube ist das Fernsehen der Millenials und der Generation Z. Wer also junge Leute erreichen will muss auf Instagram, Youtube und Twitter loslegen. Hier bräuchten wir Leute, die wissen, was sie tun. Ich würde zwar behaupten, dass ich gut fotografieren kann, auf Youtube auch Erfahrungen gesammelt habe – Aber eigentlich habe ich mich bereits vor Jahren aus den ganzen Netzwerken zurückgezogen, weil ich etwas altmodisch bin und mir der Gedanke nicht gefällt, dass irgendjemand aus meiner alten Grundschulklasse finden kann, was ich morgens so zum Frühstück esse. Trotzdem: Mit Youtube kenne ich mich aus. Und hier könnte ich, wenn gewünscht, einen Channel für den Blog erstellen und Geschichten vertonen, ob in Auszügen oder ganz – Zum Anhören und Werbung machen. Denn das erweitert ungemein das Zielpublikum. Menschen mit Sehschwächen oder gänzlich fehlender Sehkraft, junge Leute, die lieber hören statt zu lesen… Da hat man insgesamt schon einmal mehr Möglichkeiten und baut etwas aus.
Man könnte auch im Allgemeinen versuchen sich mit anderen gemeinnützigen Institutionen zu verbinden, hier und da. Also geradezu größere, jährliche Events ausziehen, bei denen man seinen Followerpool zusammenführt und damit für alle mehr Aufmerksamkeit generiert. Wie das aussehen kann, weiß ich so erst einmal nicht… Aber zumindest sind da Ideenwölkchen.
Ich werde noch einmal nachdenken und schauen, was man vielleicht so angehen könnte. Auf jeden Fall bleibe ich gespannt und tatkräftig, wie es meine Energie zulässt – Und möchte gerne ein Teil dieses tolles Gesamtprojekts sein und bleiben 🙂
Ach Marie, vielen Dank für Dein ausführliches Feedback. Ich hatte ja schon mal geschrieben und erneuere es hier nochmals für alle: Herzlich Willkommen im Team. 🙂 Bei Dir ist soviel Potential, dass wir sicher planvoll für den guten Zweck verwenden können und natürlich sammeln wir mit dieser Diskussion auch alle Ideen. Das Sortieren kommt zum Schluss und auch die Quintessenz daraus zu ziehen, um danach mit der Planung anfangen zu können.
Ich habe noch einige andere – komischerweise nur Frauen – angesprochen, die sicher auf die eine oder andere Art sich ebenfalls einbringen wollen und gern werde ich noch warten bis zum neuen Jahr. Ich bin selbst sehr gespannt. 🙂
Liebe Petra,
auch ich will dir Rückmeldung zu meinen ersten Gedanken geben, die mir bei deinem Beitrag gekommen sind. Finde die Idee einer GmbH super und der Blog / Verlag mit den bisherigen Aktionen und dem gemeinnützigen Aspekt hat definitiv großes Potential dafür. Kann mir vorstellen, dass es schwierig ist, langfristige Mitglieder zu gewinnen, allerdings denke ich, dass gerade dafür zunächst projektbezogene Mitarbeit der richtige Weg ist, auch wenn man zunächst nicht damit rechnen kann, dass diese Mitglieder langfristig dabei bleiben (kann es mir aber gut vorstellen, weil man dann ja schon eine Bindung aufgebaut hat). Zum Thema jüngere Mitglieder und Kompetenzgewinnung hab ich an Universitäten gedacht. Ich selbst sehe an unserer Uni so viele Aushänge zu Vereinen, Jobs, Clubs, Studien etc und weiß, dass solche Aushänge normalerweise auch positiv wahrgenommen werden und erfolgreich sind. Man könnte zum Beispiel versuchen, über Unis Mitglieder zu generieren, vor allem wenn man fachspezifisch zum Beispiel Studenten aus Kulturwissenschaften, Literaturwissenschaften o. Ä. anspricht. Beispielsweise könnte man zunächst für Projekte Mitarbeiter suchen (und hier vor allem auf die Erfahrung eingehen, die man dabei gewinnt). In meinem Literaturstudium ist es so, dass ich auch viele Credits durch „Schlüsselqualifikationen“ sammeln muss, wobei ich dann zum Beispiel Sprachkurse, Schreibkurse oder Präsentationskurse belege. Häufig wird hier auch die Mitarbeit bei einem Verein oder Projekt angeboten (Mitarbeit beim Uniradio, Eventplanung…). Vielleicht wäre es möglich, mit Unis zu kooperieren. Speziell für Geisteswissenschaften fände ich das ein cooles Angebot, wenn man z. B. Einblicke in Verlags-/Blogarbeit bekommt und eine Aufgabe zu Themen wie Lektorat, Organisation, Social Media übernimmt. Das ist ja auch genau das, was man später mit einem geisteswissenschaftlichen Studium machen kann.
Ich hoffe ich konnte dir mit meinen ersten Gedanken irgendwie weiterhelfen. Liebe Grüße, Sina
Liebe Sina
Froh bin ich um Deine und Kristin wirklich ernsthaften Gedanken, die geradezu einladen, hier weiterzudenken. Ich habe umfangreiches Feedback von den Juroren von StartSocial bekommen, darunter wurde auch die Universität als Kooerationspartner angesprochen. Was es dazu bräuchte ist ein fertiges Konzept – nicht länger als eine A4 Seite und evtl. einen Rat, wie andere Vereine o. Organisationen vorgingen. Waren es persönliche Kontakte, ein absoluter Mehrwert auch für die Studenten wie Du oben beschreibst und natürlich auch das überzeugende Konzept? Ich selbst glaube, dass ich für knackige Konzepttexte kein Talent habe – ich neige eher zum Epos ;-). Was sicher ganz gut auch zu Deinen und meinen Gedanken passt, dass wir dort eher Literaturwissenschaftler:inn finden, die bei einer Auswahl der Texte für ein Buch ganz besonders auf die Qualität achten können, denn ein schönes Buch aus den Geschichten zu machen ist nicht das Problem, es muss die Qualität stimmen. Lass uns noch ein bisschen sammeln und im Gespräch bleiben. Vielleicht finden sich auch echte Kontakte, die uns hier weiterhelfen. Lieben Gruß Petra
Liebe Petra,
Erstmal danke fürs Abholen. Ich bin momentan dermaßen im rationalen Zahlendschungel und in beruflichen Umstrukturierungen gefangen, dass ich außer Mila nicht vieles am Horizont wahrnehme.
Gerade beim Thema „jüngeres Publikum“ schlage ich mich auf die Seite der Vorrednerinnen. Junge Mitglieder erreichen wir sicherlich am ehesten durch Social Media Kanäle und an Universitäten. Ich selbst bin ebenfalls kein Social Media-Guru, habe aber auch keine eigene Schmerzgrenze mich auszutesten, was Werbetrommel rühren betrifft.
Emotional bin ich völlig bei dir, die Vision ist greifbar.
Berufsgeschuldet flattert aber erstmal Folgendes durch meinem Dickschädel:
Ich sehe die Schwierigkeit bei Vereinsarbeit vor allem darin, dass es Spaß machen muss. Ich habe mich auf freiwilliger Basis schon immer gern mit unbequemen Themen beschäftigt und bin dann dran geblieben, wenn es unangenehm wurde und andere abgesprungen sind. Verein muss Bereicherung sein, Freude und Erfüllung bringen aber auch etwas Heimeliges haben, damit man sich zugehörig fühlt. So bleibt man eher am Ball.
Bedeutet das: Erstmal Hauptziel Verein/GmbH, Kür aus dem Verein heraus Wettbewerbe für den guten Zweck veranstalten? Gibt es als Verein dann eine grosse Flagge, unter welcher der Verein stehen soll? Oder ist es DER Verein für soziale Themen? Ich habe aktuell kein konkretes Gefühl dafür, wie ein Programm aussehen könnte, es fühlt sich noch zu luftig an. Da wäre die Frage: Sprechen wir ein breites Spektrum an? Breiteres Portfolio bedeutet eventuell mehr Interesse zu wecken, aber in der Projektarbeit zu verwässern. Stehen wir für eine Sache (zb Unterstützung LGBTQ+ oder Unterstützung Hospizarbeit), haben einen kleineren Mitgliederpool, der sich aber enger bindet und aus schon bestehenden Interessengemeinschaften leichter abzufischen ist? Wie möchtest du den „Kunst und Kultur“ – Slogan für die soziale Zielsetzung nutzen? Durch Kunst und Kultur dem guten Zwecke dienen? Durch Erlöse aus Kunst und Kultur dem guten Zwecke vor allem finanziell dienen? Nur durch Kunst und Kultur dem guten Zwecke dienen oder auch andere handfeste Aktionen starten?
Ich spinne mal noch ein bisschen weiter. Aber ich hoffe, du weisst, dass ich euch jederzeit und gerne tatkräftig unterstütze. So lange ich niemandem etwas Vorsingen oder Malen muss… Wobei, für euch würde ich auch ein Ständchen trällern.
Ich drücke euch.
Jessy und Mila
Mensch Jessy, danke und ich bin ziemlich beeindruckt, wieviel Zeit Du Dir und die anderen genommen hast / haben, um zu antworten. ‚Luftig‘ ist ein sehr gutes Adjektiv für den momentanen Zustand, 🙂 aber ich werde hier eine Stimmungsbild feststellen und vielleicht auch richtig gute Ideen, oder Vorschläge herausfischen. Ich bin sehr gespannt, was konkret zum Schluss dabei rauskommt, aber es fängt großartig an. Natürlich bist Du auch eine Wahnsinnsbereicherung fürs Team … <3 und Mila, vielleicht malt sie dann doch das Bild.
Liebe Petra,
ich wünsche dir, deinem Mann und allen Unterstützern ganz viel Erfolg beim „Wiederbeleben“ des Blogs Q5!!! Es überrascht, erstaunt, entgeistert mich … was es im Internet alles gibt – tsstsstsss.
Sehr viele Fragen hast du oben gestellt. Eine Rückfrage, die mir spontan dazu kommt ist folgende: Was konkret wäre der Sinn und Zweck des Vereins? Literatur zu den Menschen bringen? Autoren/Innen eine Plattform zu bieten? Soziale Projekte fördern? Welche Art von Projekten ?
Kurzum: Was ist die oberste Mission? Mir ist es nicht klar … aber ich denke, je klarer die Botschaft des Vereins – desto „einfacher“ ist es Unterstützung zu bekommen, da die Zielgruppe klarer definiert ist.
Zum Beispiel: irgendwas mit Umweltschutz – holt heutzutage eine Menge Leute hinterm Ofen vor. Soziale Projekte für benachteiligte Menschen (Behinderte, Migranten, neue Unterschicht, etc.) haben jeweils ihre eigenen Communities in denen du „fischen“ könntest. Für Literatur-begeisterte und Schreibende gibt es etablierte Plattformen, neben denen (oder mit denen gemeinsam) du dich etablieren könntest.
Fokussierung als Schlüssel zum Erfolg? Ich weiß nicht ob es das ist … aber bin gespannt auf die Meinung anderer Mitdenker 😉
Liebe Grüße und alles Gute!
Kristin
Liebe Kristin,
ich habe 3 Buchstaben für Dich: wow! 🙂 Ja danke, ich habe heute übrigens an Dich gedacht, bzw. den Versuch von Dir und Julika im Vorfeld ein Crowdfunding zu starten.
Deine Fragen helfen, schleifen diese ‚Rohdiamantidee‘ und ich bin bei Dir – je klarer, desto besser. War schon immer so.
Wenn Verein, dann sollte der Vereinszweck variabel bleiben. Ich habe ja 10 Jahre im Vorstand eines gemeinnützigen Vereins gesessen, aber der Zweck war manchmal zu eng gefasst. Ich habe wirklich nur im ersten Gedanken – Kunst und Kultur für den guten Zweck – gedacht. Kunst ist variabel, Kultur auch.
Aber natürlich muss es seriös sein, also konkrete Ziel sollten schon her.
Nur: Vereinsmitglieder zu finden, daran kranken alle Vereine und oft sitzen dort nur noch die gleichwohl Engagierten – aber Senioren.
Ich hätte aber gern auch Ideen von Jungen und ganz Jungen – aber auch das „Mittelalter“ mit im Boot.
Lass uns im Gespräch bleiben, ich freue mich gerade unglaublich, dass Du so aufmerksam auf die Fragen eingehst und mitmachst. Danke. <3