Ach der Muttertag

Ach der #Muttertag😁

Als junge Mutter und Alleinerziehende wollte ich modern sein und sagte:” Ach papperlapp, den Muttertag feiert man nicht.” Ich hatte noch nicht die ganze Historie des Muttertags gelernt und war der Meinung – ja, den hat man im 3. Reich eingeführt. Davon wollte ich mich ganz klar abgrenzen. Dumm nur, dass alle anderen Kinder diese wunderbaren Bilder malten, irgendwelche Stickerperlern zu Untersetzern schmolzten, Gipshände bemalten und andere heiß begehrten Staubfänger mit stolz geschwellter Brust überreichten – nur eben meine Tochter nicht. Ich war dann doch traurig, als Freundinnen mir von ihrem Muttertag erzählten und was sie so bekommen hatten.
Irgendwie hatte ich mir selbst ein Bein gestellt. Also, streng nach dem Motto: Was geht mich mein dummes Geschwätz von gestern an, erklärte ich meiner Tochter – “sehr erwachsen” – dass ich mich jetzt doch irgendwie zurückgesetzt fühlte. Ich sag es gleich. Meine Tochter war “irritiert”. 😁
Ok, dass kann ja mal passieren. Beim nächsten Muttertag schenkte sie mir eine selbstgegossene Kerze mit Plastikherzchen drin. Oh danke! 😘
Diese Kerze hat sich übrigens nach dem Auspusten wieder selbst entzündet. Nachdem ich das Haus verließ!!! Brannte runter, das entzündete heiße Wachs lief vom Untersetzer und auf das Wachstuch des Küchentischs. Gottseidank kein Brand – aber als ich nach Hause kam, gab es in meiner 3-Zimmer-Wohnung keine noch so kleine Ritze, in der nicht schmieriger Ruß war. Egal was ich anfasste. Dabei musste ich schnell auf einen Nebenjob- das Geld brauchte ich dringend. Noch unter Schock rief ich alle meine Freundinnen an und bat jede, mir 1-2 Stunden Putzzeit zu schenken. Das hat noch Wochen gedauert, bis alles halbwegs sauber war. Schrieb ich schon mal, dass ich Freundinnen habe, um die ich mich selbst beneide? Sie kamen und putzen verbissen, schimpfen, putzten und lästerten ein wenig.
Trotzdem, die Küche war hin, musste sogar renoviert werden und ja, die Pandora hat gekichert, als ich diese Büchse unfreiwillig geöffnet hatte. Denn, aus diesem Umbau – möglichst schnell, möglichst billig, möglichst originell – wurde ein dreimonatiges Never-ending-Schauspiel. Aber das ist eine andere Geschichte.
Daher für alle jungen Mütter: Nehmt Euch diesen Film zu Herzen. Macht lieber eine Party zum Muttertag und schärft Euren Kindern ein, dass Ihr Euch sehr über ein Bild freuen würde.

Ein Kommentar

  1. Edel 11. Mai 2019 um 22:59 Uhr - Antworten

    Oh Petra😄😄😄😄😄😄😄 meine dürften/ mussten an Muttertag funktionieren, aber sie dürften keine Waffen tragen an Fasching und das hat dann einfach zu anderen Katastrophen geführt….wir hatten halt noch echte Prinzipien, nicht so wie die heutigen jungen Mütter, nicht wahr👋👋👋

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