Wieviel persönliche Erinnerung darf auf einen Blog?

Wieviel persönliche Erinnerungen darf man auf seinem Blog veröffentlichen?

Eine Frage, die meist kontrovers diskutiert wird. Persönliche Erinnerungen gegen Datenschutz

Gegner von zuviel persönlichen Erinnerungen auf dem Blog sagen zu Recht: In Zeiten der Big Data-Sammelwut, dem Vernetzen von GPS-Daten mit Cookies im Browser, sollte man vorsichtiger sein. Weil einem diese evtl. bei einem Einkauf in der Stadt sofort Angebote auf das Smartphone simsen. Ganz “zufällig” wenn man in der Nähe eines Händlers ist, der a) Anzeigen in Facebook oder Google Adwords bezahlt. Und natürlich der evtl. genau das Produktsortiment hat, was Sie bei Amazon auch kaufen. Kurz: Man ist in Orwells Welt angekommen.

Ok, das wäre ein Alter Hut, wenn da nicht unsere Bequemlichkeit wäre. Wir winken lässig ab, schalten das GPS/ die Google-Ortung am Handy nicht aus, wenn wir in die Stadt laufen, wir verwenden nur einen Browser. Dort besuchen wir unsere sozialen Netze, kaufen bei Amazon ein und tätigen Bankgeschäfte. Daneben schauen wir auch bei anderen Seiten, zum Beispiel Medien, vorbei und abonnieren Newsletter. Natürlich benutzen wir weder am PC noch im Smartphone das “private Fenster” oder datensichere Suchmaschinen wie duckduckgo, und die wenigstens von uns achten darauf, dass sie keine Cookies gesetzt bekommen. Ja, es ist eine ziemlich lange Einleitung für die Frage, wie persönlich nun so ein Blog sein darf. Mit diesem Wissen und einigen Vorsichtsmaßnahmen trauen wir uns dennoch, persönliche Erinnerungen auf Blog Q5 und Die Kleine Chronik zu veröffentlichen.

Was gibt Blog Q5 preis, wenn wir Erinnerungen posten?

Natürlich jede Menge – bei bestimmten Themen das Alter, Lebensmittelpunkte, evtl. Geburts- und Aufenthaltsorte. Wir sind uns der Gefahr bewusst, meist halten wir es wie früher mit der Postkartenschreiberei: Alles was ich meinem Briefträger oder Nachbarn in einem Gespräch erzählen würde, kann auch öffentlich in Beiträgen gepostet werden. Manchmal auch Geschichten, die wir erzählt bekamen, dann entweder unter unserem Namen oder ohne Namensnennung.

Vieles was als persönliche Erinnerung niedergelegt wird, ist auch immer ein wenig Oral History und bindet ein in eine Gemeinschaft. Beispielsweise unter Bloggern. Diese Woche gab es dazu ein gutes Beispiel. Wir erstellen Biografien für Privatkunden und hier auch als erweiterte Dienstleistung Die Kleine Chronik, die digitale Biografie als Nachruf. Hier ergaben sich im letzten Jahr wunderbare Kontakte, das Vernetzen mit gleichen Blogs ist ein Austausch an Erfahrungen, die evtl. auch Lesern Mut machen. So haben ingesamt 70 Personen zum Thema “Alle reden über Trauer” mitgemacht.

Auch wir haben mit Der Kleinen Chronik mit einer sehr persönlichen Erinnerung zu dieser Aktion beigetragen, denn es ist wichtig über Trauer zu sprechen, die soviel Facetten hat.
Es ist auch wichtig geworden, das Thema Sterben, Tod, Trauer auch wieder mehr in die Mitte zu nehmen, man muss es nicht für sich ausmachen, denn Jede und Jeder von uns, wird einmal damit konfrontiert, und in dieser sehr schnell getakteten und funktionalen Welt, gibt es hierfür immer weniger Raum. Das wollten wir mit unseren Beiträgen ändern.

Petra Schaberger

Das Beitragsbild wurde von Barbara Nagel von vaen-design für diesen Beitrag gestaltet.

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