Märchenhafter Aufstieg – Biografierätsel

Das Biografierätsel am 19. Dezember – Märchenhafter Aufstieg

Was bleibt – was ist neu?

Das Biografierätsel kommt im nächsten Jahr unregelmäßiger, (außer ich finde Gastautoren) allerdings weiterhin mit dieser kleinen Änderung.
Es werden  Zeitzeugen fiktiv interviewt, bspw. Familienmitglieder, Kollegen oder Freunde, die für uns über unsere Protagonisten aus dem Nähkästchen plaudern wie ihnen der Schnabel gewachsen ist.

Wie Sie das Biografierätsel knacken

Sie müssen nun unterscheiden, was erfunden, was geschönt ist und was wahr war (und ist) und natürlich wen wir suchen. Eines jedoch bleibt: Es gibt immer mehrere Hinweise. Schauen Sie sich das letzte aufgelöste Rätsel an, Sie werden überrascht sein, was alles wahr ist. Vieles was Sie so nicht wussten. Leicht zu erkennen an den grün eingefärbten Textstellen und wer mehr über die Hauptperson wissen möchte, findet auch die Quellen.

 

Der Vater:

„Ja, es stimmt schon,“ er guckt dabei auf dem Boden, „während ich im Schuldnergefängnis saß – meine Frau und meine Kinder sind mir dorthin gefolgt – war er der einzige, der „draußen“ war und mit seiner Arbeit etwas gegen die vielen Schulden tat.“
Er blickt auf:„Aber mit 12 Jahren war er ja auch schon recht alt, da kann man schon mal ein bisschen mehr arbeiten.

Die Mutter:   

„Ja, wir zogen ja dauernd um, und als wir hier ankamen, hatten wir schon aus der letzten Grafschaft die Schulden im Gepäck. Vor die Wahl gestellt, ging ich natürlich mit meinem Mann, aber der Kleine, ja er tat mir leid. Er ist so ein empfindsamer, kluger Junge.“

Die Geschwister:

„Immer sprach er davon, dass er für uns arbeiten muss, dass er deshalb nicht weiter zu Schule gehen kann!“

Der Gesuchte:  

„Wie man durch Unordnung in einen  zweifelhaften Lebensumstand kommen kann, ich meine, meinem Vater fehlte es an Disziplin.“

Die Ehefrau:

Oh, Ordnung, wenn ich das schon höre! Natürlich ist er ein angesehener Mann mit einem guten Einkommen – aber er musste alles kontrollieren, ob dieses und jenes auf seinem Platz lag, er kontrollierte die Kinderzimmer, und ich hatte das Gefühl unterzugehen. Wir haben 10 Kinder und alles sollte an seinem Platz sein? Nicht nur das, sondern auch so, wie er es wünschte.“

Freunde der Frau:

„Sie tat uns schon leid, sie wurde im Laufe der Zeit immer unsicherer, stolperte, brach sich die Knochen und er tat so, alsob diese ganzen Ungeschicklichkeiten ihn nicht verstimmten.
Ein Anderer: „Da schreibt dieser Mensch so mitfühlende Romane und hat soviel Nachsicht mit den menschlichen Unzulänglichkeiten, aber privat war er ganz anders. Und haben Sie gehört, dass er seine Frau sitzen ließ? Nein? Doch, doch, den Grund kennt keiner, doch eigentlich redet man auch hierzulande darüber nicht.“

Der älteste Sohn:  

„Ich musste meine Frau Mutter zu mir ins Haus nehmen, meine Geschwister behielt er bei sich und das alles, weil meinem Herrn Vater dieses junge Ding den Kopf verdreht hat.

Die Epoche: (Das Viktorianische)

„Schamlos, was Sie da behaupten. Wir werden das nie mehr erwähnen – haben wir uns verstanden!“

Die Geliebte:  

Ja, damals war es eine Unmöglichkeit sich scheiden zu lassen, d.h. er hat es sehr gut verstanden alles zu vertuschen. Aber dafür hat er mir einen anspruchsvollen Lebensstil ermöglicht. Bis zu seinem Tod blieben wir zusammen, er musste natürlich für die drei Haushalte viel auf Lesereisen gehen, aber das war mir recht. Nach seinem Tod habe ich mich ein wenig neu erfunden. Wie in seinen Geschichten. Ich habe mich 10 Jahre jünger gemacht, geheiratet und Kinder bekommen.“ ( erst 50 Jahre nach seinem Tod veröffentlichte eine Tochter von ihm dieses so streng gehütete Geheimnis und auch später taten Biografen und Fans so, alsob das nie passiert wäre.)

Seine Fans aller Altersklassen:

„Niemand konnte so gut Romane schreiben, immer gingen sie mit Spannung und sozialkritischer Gesellschaftsbetrachtung einher, gerade an Weihnachten.“ (Das Weihnachtsmärchen)

Seine Verleger:

„Oh my god. Nie wieder hatten wir einen solchen Autoren, der so hart handeln konnte und danach auch nicht mehr. Aber er war das was man einen Kassenschlager nennt.“


Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Dickens#/media/File:Charlesdickens.jpg

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2 Comments

  1. […] Charles Dickens – Märchenhafter Aufstieg […]

  2. Steffi Seitz 19. Dezember 2016 um 10:46 Uhr - Antworten

    Charles Dickens… Danke für dieses kniffelige Rätsel.

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