Deutsche Ikonen – das Biografierätsel

Deutsche Ikonen – das Biografierätsel vom 24. Oktober

Das Biografierätsel kommt nun immer mit dieser kleinen Änderung. Künftig sollen Zeitzeugen fiktiv interviewt werden, bspw. Familienmitglieder, Kollegen oder Freunde, die für uns über unsere Protagonisten aus dem Nähkästchen plaudern wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Sie müssen nun unterscheiden, was erfunden, was geschönt ist und was wahr war (und ist) und natürlich wen wir suchen.
Eines jedoch bleibt: Es gibt immer mehrere Hinweise.

Die Kollegen an einer hessischen Universität:

„Ohne jeden Zweifel, beide sind vortreffliche Gelehrte, aber diese neuen Ansichten können wir nicht dulden. Das ist Landesverrat, das ist alles, was die Jugend und das einfache Volk mit dieser freiheitlichen Gesinnung verderbt. Wir haben gehört, dass beide über die Landesgrenze flohen. Recht so, dass sie gehen! Dass sie jedoch jetzt ausgerechnet gemeinsam so ein Werk verfassten … allerhand!“

Die Mutter:

„Mein Ältester war mein ganzer Stolz, auch sein jüngerer Bruder –  nein, nein wir hatten nie Grund zur Klage mit den Kindern, beide waren sie wohlerzogen, bescheiden und vor allem sparsam, wie dies ihr Vater verlangt. Sie hielten zusammen und brachten keine Unruhe in unseren geordneten Haushalt. Brav lernten sie mit ihrem Lehrer hier bei uns in der Wohnstube.“  Dabei wandert ihr Blick durch die Stube mit den grün-weiß gestreiften Wänden.
Sie machte eine kleine Pause, um ihren Stolz darüber wieder zu zügeln und fährt fort: „ Sie halfen dem Vater bisweilen, wenn er nach den Hühnern, Enten schaute, gingen mit dem Vater zum Taubenstall und zu den schwarzen Schafen. Wissen sie, mein Gatte ist von solcher Klugheit. Die Wolle der schwarzen Schafe zu Socken gestrickt, man siehet den Schmutz nicht so sehr.“

Der Vater:

Ja, ich bin ein glücklicher Mann und Vater, ich hatte selten einen Grund zu Klage. Es wäre auch für den Sohn eines Justizamtmanns nicht angemessen. Stille, Gebet, Zurückgezogenheit von der lauten Welt außerhalb – dass ist, was man zum Glücke braucht. Wenn ich des Mittags die Trauben im Hofgarten für das Dessert schneide, springen die Kinder neben mir her.

Die Hauptpersonen / der Ältere:

„Als Vater starb, musste Mutter uns sechs Kinder allein durchbringen. Hier lernte ich, dass Dürftigkeit zu Fleiß und Arbeit anspornt.

Der Jüngere:

„Ich würde sogar noch weiter gehen. Man braucht den ganzen Reichtum nicht … eigentlich habe ich keine Lust dazu, ein vornehmer und angesehener Mann zu werden, meine Wünsche gehen nur dahin, in einfachen, natürlichen Verhältnissen wie bisher leben zu können.“

Stimmen späterer Generationen:

„Die Brüder haben mit ihrem Werk sicher eine Wissenschaft gegründet. Für das Volk jedoch wurden sie auf anderem Gebiet berühmt.“

Auflösung:

Die Gebrüder Grimm – Jakob und Wilhelm Grimm
Kursiv und grün sind Originalzitate … und alle grün eingefärbten Textteile sind Tatsachen.

Quellen> wikipedia, Gerhard Prause / Biografierätsel, “Was so nicht im Geschichtsbuch steht”

Bildquelle: Von Bert Jäger – scanned by NobbiP, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4875159

 


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