Teufelswerk – Biografierätsel 26. September

Teufelswerk – Willkommen zurück zum Biografierätsel
am 26. September

Das Biografierätsel ist mit einer kleinen Änderung aus der Sommerpause zurück. So sollen künftig manchmal „Zeitzeugen interviewt“ werden, bspw. Familienmitglieder, Kollegen oder Freunde, die für uns über unsere Protagonisten aus dem Nähkästchen plaudern, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Wie immer muss man mit dem gesunden Menschenverstand beurteilen, was erfunden oder geschönt ist und was wahr war (und ist).
Eines jedoch bleibt: Es gibt immer mehrere Hinweise. Da die Lösungen nun immer öfter durch einen Kommentar unter dem Beitrag eingegeben wurden, entfällt auch die Ehrentafel.

Die Mutter:

Mon dieu, er war mein Sorgenkind.
Keines meiner 10 Kinder hat mir so viel graue Haare beschert wie dieser Junge. Die Nachbarn haben schon getuschelt, ich habe auf dem Markt gehört, wie sie ihn den Unsterblichen nannten. Als ob er mit dem Teufel im Bunde sei. Unzählige Ave Maria hab‘ ich gebetet, ja einmal sogar schon vom Patre Messen im Notre Dame d. D. lesen lassen. Wir alle bangten, dass er überlebt. Dabei sollte er einmal seinem Vater in der Werkstatt zur Hand gehen und sie später übernehmen. Gewiss, er hat ein gutes Gehör, ganz wie sein Vater, auch das Handwerk interessiert ihn. Aber als Junge stahl er sich dauernd in die Werkstatt und stellte etwas an. Mal verschluckte er Nägel, mal trank er einen Schluck von dem giftigen Vitriol.
Aber auch sein Treppensturz ..oh Jesusmaria … oder, der Ziegel der ihm auf den Kopf fiel und den Schädel spaltete…  Ja, Gott hat mich wirklich geprüft mit diesem Jungen!

Der Vater:

Weibsleut‘ – sie übertreiben immer. Nein, so schlimm war Dolfi nicht, nur das eine Mal, als er hier in der Werkstatt nicht wusste, dass er von den giftigen Dämpfen wegbleiben muss, aber er hat es überlebt. Er ist halt aus einem besonderen Holz geschnitzt. Genauso wie er damals aus dem Fluss gefischt wurde, der brave Looïs hat ihn aus dem Wasser geholt. Später hat er zu mir gesagt: Mon Papa, ich war gerade so in Gedanken, dass ich nicht sah, wohin ich trat. Ich hatte vor mir die Idee, wie ich dieses Werkstück verbessern könne.

Sie müssen wissen, der Junge hat großes Talent, er kann Klarinette wie kein anderer spielen. Gott hat ihn nicht umsonst die Gaben geschenkt und deshalb hat er auch überlebt. Nur als er anfing mit seinen Erfindungen, wusste ich damals gleich, das gibt Ärger.

Ein Freund

Er war ein Dickkopf, selten ließ er sich überreden zu zechen und den Weibern hinterher zu schaun, immer war er mit seinen Gedanken bei seiner Erfindung. Noch spät am Abend, ständig war er in der Werkstatt. Aber eines muss man ihm lassen, als er mit seiner Erfindung fertig war und diesen Wettkampf mit den Anderen organisierte, um künftig Aufträge vom Militär zu bekommen, da waren wir schon stolz auf ihn. Seine Mannschaft war viel lauter.

Die Widersacher

Unerhört,– ja man muss es so sagen – das war Teufelswerk und er wollte uns ruinieren, aber wir haben ihm tüchtig eingeschenkt. Wir haben uns zu wehren gewusst. Erst haben wir ihn mit Klagen überzogen, obwohl wir diesen Wettbewerb verloren. Auch retteten wir einige Seelen seiner Gesellen und brachten sie wieder auf den rechten Weg und bei uns unter. Selbst der Papst hat es verboten, denn dieses Ding, was der feine Herr da erfand und baute war imstand, dass man nicht mehr Herr seiner Gefühle war und dem Satan nah. Selbst sein Fürsprecher, dieser Kerl aus Frankreich aus La Côte-Saint-André  konnte seinen Untergang nicht aufhalten. Er war eine Schande für seine Eltern, er verlor sein Erbe, verspielte immer wieder sein Geld  und blieb mittellos, wenn da nicht die Geschwister gewesen wären, die Eltern hätten ins Armenhaus gemusst. Im Übrigen, es ist eine infame Lüge zu behaupten, dass Messen gelesen wurden, damit Gott ihn mit dieser Krankheit strafe.

 

Wen suchen wir heute in unserem Biografierätsel?

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Nächste Woche gibt es die Auflösung und die Ehrentafel.
Eine kleine Änderung bzgl. der Ehrentafel!
Diese wird aus organisatorischen Gründen Lösungen von unseren Rätselfreund*innen aufnehmen, die die Lösung direkt hier in die Kommentare posteten. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Alle Grün eingefärbten Textteile sind wahr und wurden als Hilfe in die Geschichte geflochten.

Auflösung Adolphe Sax – seine Saxophone wurden auch Teufelshörner genannt.
Diese Quellen wurden verwendet:
Wikipedia
Spiegel online

Saxwelt.de

Deutschlandfunk

und Arte TV The Devil’s Horn – eine Dokumentation

Bildnachweis: wikipedia

 

 

 

7 Comments

  1. Steffi Seitz 26. September 2016 um 08:40 Uhr - Antworten

    Adolphe Sax -tippe ich jetzt mal.
    Liebe, sonnige Grüße aus München!!!

  2. Christian Seitz 26. September 2016 um 11:31 Uhr - Antworten

    Adolph Sax – der mit dem Saxophon…

    • Petra Schaberger 26. September 2016 um 11:38 Uhr - Antworten

      hui – hier trifft sich ja die ganze Familie. Das freut mich aber.

  3. margarete rosen 26. September 2016 um 13:47 Uhr - Antworten

    Ich errate es ja nie … und bin über das Wissen einiger Leute richtig erfreut. Diese Lebensgeschichte werde ich jetzt mal genauer nachlesen. Danke für das Rätsel.

    • Petra Schaberger 30. September 2016 um 21:49 Uhr - Antworten

      Liebe Margarete – nur wenige knacken das Rätsel – Du stehst in bester Gesellschaft. Nächste Woche werde ich die wahren Dinge markieren und so lernt man auch, wie ich meine in den Text gejubelten “Räuberleitern” (Tipps) drunterjubele.

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